Softwarelösungen
Normierte Programmierung
Die normierte Programmierung beschreibt unseren Vorschlag einer standardisierten Ablaufsteuerung für eine zu entwickelnde Individualsoftware.
Normierte Programmierung ist eine verallgemeinerte Programmablaufsteuerung, die die Teilaufgaben eines Stapelprogrammes wie Dateneingabe, Gruppenkontrolle, Verarbeitung, Ausgabe in ein einheitliches, logisch klares, funktionelles Schema gliedert. Dieses Schema lässt sich unabhängig von der Aufgabenstellung und unabhängig von der Programmiersprache für alle kommerziellen Computerprogramme anwenden.

Der Programmablauf ist in Blöcke unterteilt, wobei jeder Block einen funktional zusammengehörigen Teil eines Programmes darstellt. Die Unterteilung stellt sozusagen den „natürlichen“ Aufbau eines kommerziellen Programms dar: Vor Beginn der eigentlichen Verarbeitung sind Anfangswerte zu setzen und Steuerinformationen auszuwerten, dann sind Eingabedaten zu lesen, der nächste Satz zur Verarbeitung ist auszuwählen, eventuell müssen Gruppenwechsel behandelt werden, schließlich ist der Datensatz zu verarbeiten und gegebenenfalls sind Daten auszugeben. Jeder block stellt eine in sich geschlossene Einheit dar. Ein Block kann zur besseren Übersicht aus mehreren Unterblöcken bestehen. Ein möglicher Programmablaufplan zeigt folgende Blöcke:

  • A: Vorprogramm für alle einmalig durchzuführenden Programmschritte
  • B: Eingabe; sie besteht aus soviel Unterblöcken wie es serielle Eingabedateien gibt. In jedem dieser Blöcke wird nicht nur die eigentliche Eingabe abgehandelt sondern auch Plausibilitätsprüfungen und Reihenfolgekontrolle.
  • C: Satzfreigabe; auch dieser Block ist entsprechend der Anzahl der Eingabedateien in eine Reihe von Unterblöcken unterteilt. Im Block C wird der Satz ausgewählt, der als nächster zur Verarbeitung freigegeben werden muss.
  • D: Gruppenkontrolle und Aufruf der Gruppenwechsel-Unterprogramme für alle Gruppenstufen.
  • E: Einzelverarbeitung; sie ist wiederum entsprechend der Anzahl Eingabedateien in Unterblöcke unterteilt.
  • F: Schlussprogramm für alle einmalig nach dem eigentlichen Programmablauf zu durchlaufenden Programmbefehle.
  • G: Unterprogramme der Gruppenverarbeitung; es gibt soviel Unterprogramme wie es Gruppenstufen gibt, jeweils für Vorläufe und Wechsel getrennt.
  • H: Unterprogramme der Einzelverarbeitung; diese Unterprogramme sollten möglichst klein und übersichtlich sein.
  • J: Unterprogramme der sequentiellen Ausgabe und der wahlfreien Ein-/Ausgabe; für jede der genannten Dateien gibt es ein Unterprogramm.
Die Programmierzeit wurde im Vergleich zur „wilden“ Programmierung wesentlich verkürzt, ebenso die Testzeit. Das System ist relativ einfach zu erlernen, ist unabhängig von Maschinentypen und Programmiersprachen und unabhängig von den jeweiligen Programmierern. Jemand der die Methode der normierten Programmierung kennt, kann sich schnell in ein fremdes Programm, das dieser Methodik folgt, einarbeiten.

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